Hitzschlag, Sonnenstich oder Kreislaufprobleme: So erkennst du, wenn es jemandem an heißen Tagen nicht gut geht, und so hilfst du richtig. Die Tipps kommen von Ceylan und Lidija.
Hitze fordert vor allem Kinder, ältere und chronisch kranke Menschen. Wenn du merkst, dass es jemandem nicht gut geht, zählt vor allem eins: handeln.
Erste-Hilfe-Kurs finden„Hauptsache, man hilft erst einmal.“
Lidija Bejia-Macht
Geht es jemandem nicht gut, zum Beispiel wegen Kreislaufproblemen? Bring die Person sofort in den Schatten und gib ihr etwas zu trinken.
Ist die Person benommen, gib ihr zunächst nichts zu trinken, sonst kann sie sich verschlucken. Kühle stattdessen Kopf und Leisten mit kaltem Wasser.
Ruf die 112 an oder bitte jemanden in der Nähe darum. Stell das Handy auf Lautsprecher und folge den Anweisungen der Leitstelle. Der Rettungsdienst ist meist in rund zwölf Minuten da.
Ist die Person bewusstlos, atmet aber, bring sie in die stabile Seitenlage und bleib bei ihr, bis Hilfe kommt.
Beginne sofort mit der Herzdruckmassage und beatme, wenn du kannst. Frag die Leitstelle nach dem nächsten Defibrillator und setz ihn ohne Zögern ein.
Damit es gar nicht erst zum Notfall kommt, helfen ein paar einfache Regeln. Und ein aufmerksamer Blick auf die Menschen um dich herum.
Trink regelmäßig über den Tag verteilt. Elektrolyte, zum Beispiel aus Sportdrinks, helfen dem Körper zusätzlich. Getränke besser nicht eiskalt.
Sonnenbad, Schwimmen an der Talsperre oder im Freibad und dazu Alkohol belasten den Körper stark. Gerade Jugendliche unterschätzen das oft.
Ein kaltes Fußbad oder ein kühles, feuchtes Handtuch entlastet den Körper spürbar.
Bleib möglichst im Schatten. Wer raus muss, nutzt Sonnencreme und trägt eine Kopfbedeckung.
Gartenarbeit und Sport lieber frühmorgens. Muss es doch in der Hitze sein, mach etwa alle 20 Minuten eine Trinkpause.
Ruf ältere Menschen in deinem Umfeld regelmäßig an und erinnere sie ans Trinken. Hast du eine kühlere Wohnung, biete ihnen an, ein paar Tage zu dir zu kommen.
Diese Tipps haben Ceylan und Lidija im Sommer 2026 auch in der Zeitung gegeben.
Im Artikel „Erste-Hilfe-Expertinnen aus Gummersbach geben Tipps für heiße Tage“ vom 29.07.2026.
Typisch sind heiße, gerötete Haut, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Benommenheit bis hin zu Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit. Ein Hitzschlag ist ein Notfall: Ruf die 112 an und kühle die Person, bis Hilfe kommt.
Ein Sonnenstich entsteht durch direkte Sonne auf Kopf und Nacken und äußert sich vor allem durch Kopfschmerzen, einen heißen, roten Kopf und Übelkeit. Beim Hitzschlag überhitzt der ganze Körper. Beides ist ernst zu nehmen, im Zweifel rufst du die 112.
Nein, zunächst nicht. Wer benommen ist, kann sich leicht verschlucken. Kühle stattdessen Kopf und Leisten mit kaltem Wasser und behalte die Person im Blick.
Sobald jemand benommen oder verwirrt ist, das Bewusstsein verliert oder du dir unsicher bist. Stell das Handy auf Lautsprecher, die Leitstelle erklärt dir Schritt für Schritt, was zu tun ist.
In unserem Erste-Hilfe-Kurs übst du genau das: Notruf, stabile Seitenlage, Herzdruckmassage und den Einsatz eines Defibrillators. An einem Tag, an fünf Kursorten im Oberbergischen Kreis. Alle Termine findest du in unserer Terminübersicht.
Alkohol entzieht dem Körper zusätzlich Flüssigkeit und belastet den Kreislauf. Zusammen mit Sonne und Schwimmen, etwa an der Talsperre oder im Freibad, wird das schnell zu viel. Besser sind Wasser und Getränke mit Elektrolyten.